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Bei der Planung zum Errichten des 140 m hohen Kamins mit einem Durchmesser von 3,5 m zog der Hauptauftragsnehmer Stahlbau Schäfer mehrere Faktoren in Betracht. Der Kamin musste mit aufeinander aufgesetzten Segmenten bis zu einer Höhe von 140 m aufgebaut werden. Darüber hinaus stand nur wenig Platz auf der Baustelle zur Verfügung und an mehreren Stellen mussten Rohrbrücken umgangen werden. Stahlbau Schäfer nahm dabei die Beratung der lokalen Kranverleihfirma AKV Schirra Schuch in Anspruch, um die beste Hublösung für das Projekt zu ermitteln. Zunächst wurde ein Raupenkran in Erwägung gezogen, weil dieser die Lasten über die Rohrbrücken hätte heben können. Dieser Kran hätte in einem großen Radius mit einem langen Hauptausleger und einem wippbaren Hilfsausleger arbeiten können. Es zeigte sich, dass sich der Raupenkran aufgrund hoher Transportkosten und großem Platzbedarf beim Kranaufbau nicht optimal eignete. Der Geschäftsführer der Firma AKV Schirra Schuch, Roman Schirra, bemerkte hierzu, dass er bei der Suche nach Alternativen auf den Grove GTK1100 als optimale Lösung stieß. „Unser Unternehmen war beim Ersteinsatz eines GTK1100 der Kranverleihfirma Wiesbauer dabei“, so Schirra. „Die geringeren Transportkosten, die Möglichkeit, den Kran unter beengten Platzverhältnissen aufzustellen und die enormen Traglasten in großer Höhe überzeugten uns, dass der GTK1100 eine gute Wahl für die Dillinger Hütte wäre.“ Gemeinsam mit dem Kranunternehmen Wiesbauer wurden jetzt die ersten 60 t schweren Kaminsegmente an Ort und Stelle gehoben. Mit dem neuen GTK1100 des Unternehmens ließ sich die erste Phase des Projekts schnell und effizient abschließen. Dabei wurde der Kamin bis zur 100 m-Marke aufgebaut – völlig ohne Probleme. Die letzte Phase erwies sich für das Wiesbauer-Ingenieurteam als Herausforderung. Das letzte Kaminsegment wog 38 t und musste auf 140 m angehoben werden. Da der GTK1100 vollständig ausgefahren eine maximale Tragfähigkeit von 34 t aufweist, musste sich Wiesbauer eine Lösung einfallen lassen, um das letzte Segment zu platzieren. Dazu wurde ein zweiter GTK1100 der Firma Breuer & Wasel GmbH, einer weiteren deutschen Verleihfirma, eingesetzt. Das Expertenteam fertigte einen detaillierten 3D-Entwurf des letzten Hubs an. Die Standplätze beider Krane wurden am Computer exakt ermittelt, so dass weitere 1,7 m Arbeitshöhe für das Einheben des letzten Kaminelementes gewonnen werden konnten. Wiesbauer befolgte dieses Schema aufs Genaueste und setzte so das letzte Segment passgenau auf. Das Gewicht des letzten Kaminsegmentes betrug inkl. Anschlagmittel ca. 41,6 t. Diese Last wurde bei einem Radius von 12 m auf 140,2 m Höhe angehoben. Die Dillinger Hütte investiert insgesamt 200 Mio. Euro in die vollständige Renovierung der Kokerei. In der neuen Einrichtung werden modernste Technologien zum Einsatz kommen, und das Unternehmen kommt damit den aktuellen Umweltanforderungen nach. Das Projekt soll bis 2010 abgeschlossen sein.
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